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Cannes Festival ohne Netflix

Von den berühmten Filmfestspielen von Cannes werden wohl die meisten schon einmal gehört haben. Dies ist nicht weiter verwunderlich, denn dieses besondere Ereignis gehört zu den bedeutsamsten Filmfestivals der ganzen Welt. Es wird einmal jährlich im Mai an der Côte d’Azur in Frankreich ausgetragen und zieht viele tausende Stars, Filmschaffende und andere berühmte Persönlichkeiten an. Doch auch für sonstige Personen ist es möglich, ein Ticket für die ein oder andere Vorstellung zu ergattern. Darum muss man sich allerdings rechtzeitig kümmern, denn sie sind in der Regel innerhalb kürzester Zeit restlos ausverkauft.

Natürlich werden nicht nur die Filme selbst im Mittelpunkt stehen, sondern vor allem auch die anwesenden Schauspieler und Schauspielerinnen. Neben Personen, die in der Filmbranche tätig sind, ist das Event besonders auch für in der Modebranche tätige Personen interessant. Schon jetzt wird zum Beispiel heiß darüber diskutiert, wer von ihnen wohl das schönste Kleid, den elegantesten Schuh und den teuersten Schmuck tragen wird. Beim diesjährigen Festival von Cannes darf man sich aber nicht nur auf Weltstars in eleganter Abendmode, sondern auch auf einige interessante Überraschungen bezüglich der Auswahl der Filme freuen.

Das Staraufgebot wird gewaltig sein

Zum Beispiel wurde schon bekannt gegeben, dass das diesjährige Programm mehr Filme mit deutlich politischen Inhalten als je zuvor enthalten wird. Das kennt man normalerweise eher von anderen Filmfestivals, zum Beispiel von der Berlinale. Für das glamouröse Event im Süden Frankreichs ist das aber eher ungewöhnlich. Es bleibt also abzuwarten, wie wohl das Publikum und die Jury darauf reagieren wird.

Kontroverse um Netflix

Wahrscheinlich haben auch Sie schon einmal von dem beliebten Streaming-Dienst Netflix gehört oder nutzen diesen vielleicht auch selber. Es steht ohne jeden Zweifel fest, dass dieser moderne Anbieter die Art, wie wir Filme konsumieren, drastisch verändert hat. Die Besonderheit an Netflix ist, dass über diese Plattform Filme gestreamt werden können, die im Vorfeld nicht im Kino gezeigt wurden. Welche folgen das langfristig gesehen für die Kino- und die gesamte Filmbranche haben wird, ist noch nicht abzusehen.

Franzosen lieben die große Leinwand

In Cannes und in ganz Frankreich ist man über diese Entwicklungen natürlich alles andere als erfreut. Schließlich ist es eine Nation, die Kino liebt und groß gemacht hat. Ob sich die Befürchtung, dass es Kinos in naher Zukunft überhaupt nicht mehr geben wird, bewahrheiten wird, wird sich zeigen.

Fest steht, dass das Filmfestival bereits einige Vorkehrungen getroffen hat, um den Einfluss von Netflix so gering wie möglich zu halten. Der Leiter des Festivals, Thierry Frémaux, hat zum Beispiel bekannt gegeben, dass ausschließlich Filme an dem Wettbewerb teilnehmen können, die in französischen Kinos gezeigt werden, bevor man sie online streamen kann. Eine weitere Bedingung besteht darin, dass zwischen dem Streaming und der Vorführung in den Kinos mindestens drei Jahre liegen müssen. Netflix hat darauf prompt reagiert und angekündigt, dass es das Festival in diesem Jahr auf jeden Fall boykottieren wird.

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