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Dear Sam: Filmposter ohne Film

Poster von besonderen Fotografien, Illustrationen, Malkunst oder anderen Bildern sind eine Bereicherung für jedes Heim. Denkt man an Filmfans, hat man natürlich sofort die großartigen Filmposter vor Augen, die so alt sind wie die Filmgeschichte selbst. Doch eignen sich nicht auch andere Poster für Filmliebhaber, die nicht zwingend einen bestimmten Film zum Thema haben? Das tun sie definitiv!

Film ist nicht gleich Film

Der Film ist nicht nur ein wandelbares, sondern auch grenzenloses Gebiet der zeitgenössischen Kunst. Etliche künstlerische, technologische und soziale Faktoren haben die Filmproduktionen weltweit maßgeblich beeinflusst. So hat etwa das Handy im Film eine bleibende Spur hinterlassen, denn einerseits werden manche Filme komplett mit dem Smartphone gedreht, andererseits gleichen viele Filme einer im Rausch aufgenommenen Handysequenz – schnell, authentisch und mitreißend.

Kunst und Film ergeben nicht gleich Filmkunst

Die kunstvollen und variantenreichen Poster von Dear Sam etwa repräsentieren die artistischen Möglichkeiten des Films als soziale Momentaufnahme, lebendige Landschaftsmalerei oder als experimentelles Etwas, bei dem Gefühle lautmalerisch und visuell wiedergegeben werden.

Ein Filmliebhaber von Noir-Filmen muss nicht unbedingt ein Filmplakat von Angel Heart und The Big Sleep bei sich aufhängen – genau das ist nämlich keine Pflicht. Ein lässiges Schwarz-Weiß-Bild von Nonnen, die heimlich miteinander eine Zigarette teilen, ist ebenso cool und zeugt von einem ordentlichen Schuss Individualität.

Ein Horrorliebhaber braucht ebenso wenig ein Plakat von Das Omen oder Scream an seiner Wand anzubringen – auch wenn das natürlich passend wäre. Er kann sich genau so sehr ein Poster wie Dark Foggy Forest an seiner Wand befestigen – es sieht ebenso verwunschen aus wie die düsteren Wälder, die einst schon in The Blair Witch Project thematisiert wurden.

Von der Filmkunst des Nicht-Filmplakats

Über die Filmkunst des Filmplakats wurde schon viel debattiert und geschrieben – natürlich sind nämlich etwa Filmposter von Blade Runner oder Mad Max unnachahmbare Klassiker, die ein modernes Crossover verschiedener Kunstrichtungen bedeuten. Aber das Nicht-Filmplakat kann ebenso einen Beitrag zur modernen Filmkunst leisten wie das eigentliche Poster.

(Film-)Poster für das besondere Gefühl

Ist man ein Drehbuchautor, Filmenthusiast oder dergleichen, lohnt sich die Ausstattung mit Kunstwerken, die den eigenen Geschmack repräsentieren und ergänzen. Das muss aber nicht über die direkte Form funktionieren, bei der der Fan von Ingmar Bergman auch ein Filmplakat seines liebsten Bergman-Films bezieht. Das Schlangenei aus dem Jahr 1977 etwa ist ein bedeutender Film Bergmans, das Filmplakat dazu aber nicht unbedingt repräsentativ. Man sollte sich also eher fragen: Was bedeuten diese Filme Bergmans, des Noir-Genres oder überhaupt der Film an sich für mich? Wo liegt der besondere Wert, aufgrund dessen ich mich auch neben dem Film mit seiner Essenz beschäftigen will?

Künstlerisch freie Poster etwa von Dear Sam bringen genau die Spannung, Emotionen oder Themen auf, die man auch von seinen Lieblingsfilmen erwarten kann. Ob als künstlerische Inspiration, Ergänzung in der Dekoration oder einfach aus reiner Hingabe für die Filmkunst können auch Poster eine Bereicherung sein, die auf den ersten Blick gar nichts mit Filmen zu tun haben.

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